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Unser Hof

Im Jahr 2020 haben wir uns entschieden, aus der Schweiz nach Longkamp zu ziehen um den Betrieb der Familie Zimmer zu bewirtschaften.

Unser Hof liegt außerhalb Longkamps, mit arrondierten Flächen in den Gemarkungen Longkamp und Kommen.

Auf den arrondierten Betriebsflächen halten wir rund 65 Mutterkühe, größtenteils der Rasse Limousin. Für den Nachwuchs sorgen 2 Zuchtbullen. Die 60-70 Jungtiere werden zur Ausmasst gehalten und werden über unseren Hofladen im Dorf direkt vermarktet. Ein Teil der Jungrinder bekommen die Chance zu einer Mutterkuh heranzuwachsen.

Weitere Vierbeiner sind Alpakas und Pferde, welche auf dem Hof Leben.

Die Flächenausstattung des Betriebes beläuft sich aktuell auf rund 240 ha landwirtschaftliche Nutzfläche. Aufgeteilt in 110 ha Ackerbau und 130 ha Grünland.

 

Da der Hof über keine externe Stromversorgung verfügt haben wir im Jahr 2020 in eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher investiert. Die neue Anlage unterstützt nun den bereits vorhandenen mit Diesel betriebenen Generator bei der Stromerzeugung. Durch die Installation der Photovoltaikanlage konnten wir die Laufzeit des Dieselmotors auf die Zeiten beschränken, in welchen der Strombedarf sehr hoch ist – den Rest schafft die neue Anlage gut allein und die Arbeitsqualität auf dem Hof hat sich enorm gesteigert!

Als weiteres Standbein betreiben wir auf dem Betriebsgelände die Grüngutsammelstelle für Longkamp, Kommen und Monzelfeld.

Im landwirtschaftlichen Betrieb sind 4 Teilzeit Mitarbeiter tatkräftig am Mitwirken.

Ackerbau

Auf unserem Betrieb praktizieren wir eine 6-gliedrige Fruchtfolge mit verschiedenen Kulturen.

Wir verfolgen das Ziel, den Ackerbau so vielfältig wie möglich zu gestalten, um so die Artenvielfalt und die Biodiversität zu fördern. Mit Begeisterung wenden wir die Grundsätze der regenerativen Landwirtschaft an.

Im Mittelpunkt unseres Handelns steht die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit durch den Anbau einer möglichst grossen Vielfalt an Kulturen und Zwischenbegrünungen, welche die vorgenannten Punkte wie Artenvielfalt und Biodiversität positiv beeinflussen.

Wir wollen die in der Natur vorhandenen Prozesse so gut wie möglich fördern und unterstützen, mit dem langfristigen Ziel, weniger chemische Pflanzenschutzmittel und weniger Kunstdünger einzusetzen. Hierbei helfen uns der Einsatz von Mikronährstoffen, Pflanzenfermente sowie Komposttee und effiziente Mikroorganismen (EM).

Wir wollen Pflanzen mit Komposttee vitalisieren und den Boden mit Mikroben stärken und den Humusaufbau fördern, so dass die Pflanzen und der Boden die immer wieder vorkommenden extremer werdenden äusseren Einflüsse wie Starkregen, Trockenheit, Hitzewellen und weitere Stressfaktoren besser verkraften können.

Gesagt – getan – oder im Plan

Die Anpassung der Fruchtfolge konnte bereits im Jahre 2020 umgesetzt werden.
Seit dem Jahr 2020 machen wir mit den langfristig gesicherten Betriebsflächen beim Humusaufbauprojekt von Positerra mit.
Die Zwischenbegrünungen und die Vitalisierung der Kulturen mit Komposttee wurden ab Herbst 2021 umgesetzt.
Reduktion vom chemischen Pflanzenschutz und Kunstdünger

Grünland

Unser Grünland, welches ausschliesslich aus Dauergrünland besteht hat eine sehr unterschiedliche botanischen Zusammensetzung. Die meisten Flächen können wir 2-3-mal nutzen. Sei es für Silage, Heu oder auch für die Beweidung mit unseren Tieren.

In Jahren mit Futterüberschuss verkaufen wir das zu viel produzierte Futter als Grassilo- oder Heuballen an andere Landwirte oder Pferdebesitzer.

Gesagt – getan – oder im Plan

Im Jahre 2021 Start der Erneuerungen der Grasbestände im 5 Jahres Zyklus durch Nachsaat der überalterten und vermoosten Grünlandflächen.
Nachhaltige Sanierung der mit Jakobskreuzkraut verseuchen Grünlandflächen von rund 15 ha mit den Raupen des Blutbaers, so dass diese auch wieder einer ordentlichen Futternutzung zugeführt werden können.

Tierhaltung

Unsere Mutterkuhherde teilt sich auf in 2 Herden mit je einem Zuchtbullen. Die Abkalbung findet bei uns aufgrund der Direktvermarktung das ganze Jahr über statt.

Nach der Geburt bleibt das Kalb für 6-7 Monate bei der Mutter, im Winter im Stall und im Sommer auf der Weide. Die Mutterkühe haben immer Zugang ins Freie.

Im Alter von 6-7 Monaten werden die Kälber bzw. die Absetzer von der Mutter getrennt, manchmal haben die Kühe die Kälber schon selbst «abgesetzt» indem sie die Kälber nicht mehr saugen lassen.

Diese Absetzer kommen anschließend in den Maststall und werden dort mit Gras- und Maissilage als Grundfutter und mit etwas Getreideschrot und Mineralsalze gefüttert.

Mit 18–19 Monaten werden die Tiere in unserem eigenen EU-anerkannten Schlachthäuschen auf dem Hof fachgerecht geschlachtet.

Gesagt – getan – oder im Plan

Das selbst produzierte Futter ist 100% gentechnikfrei.
Es werden keine Wachstumsförderer eingesetzt.
Unsere Tiere liegen auf Stroh und haben viel Platz zur Verfügung.
Unsere Haltungsform (Weide und Stall) können von Interessierten aus der Bevölkerung und Kunden von unserem Hofladen besichtigt werden. So kann sich jeder ein eigenes Bild über unsere naturnahe Haltungsform machen
Konsequenter Einsatz von Pflanzenfermente und effiziente Mikroorganismen (EM) bei der Futterproduktion, so dass auch die Tiere von einem wiederstandfähigeren Organismus profitieren können.
Anhand der Praxis prüfen, ob sich ökonomisch wie auch ökologisch mit weiblichen Rindern in unserer Betriebsstruktur die Fleischqualität durch die langsamere Weidemast verbessern lässt.
Dem Tierwohl und der Fleischqualität zuliebe wollen wir das Ziel der absolut stressfreien Schlachtung erreichen.

Grüngutsammelstelle

Auf der im Auftrag der ART auf dem Betriebsgelände betriebene Grüngutsammelstelle wird Rasenschnitt, Bioabfälle aus dem Haushalt und Grünschnitt aus dem Garten angenommen. Der so gesammelte Rasenschnitt und der Bioabfall aus dem Haushalt werden von der ART wöchentlich abgeholt und zu hochwertigem Kompost verarbeitet.

Das restliche Grünmaterial wird ungefähr 3-4-mal im Jahr mit einer grossen Maschine zerkleinert (geschreddert). Das so gewonnenen Schredder-Material bringen wir anschließend als Bodenhilfsstoff auf unseren Ackerbauflächen aus.

Da wir dies auf unseren Flächen ausbringen, ist es äußerst wichtig – selbstverständlich, dass das angelieferte Material frei von Fremdstoffen sein sollte!

Gesagt – getan – oder im Plan

Ab dem Jahr 2022, ausbringen des Schreddermaterial nur noch auf betriebseigenen Flächen zur Bodenverbesserung.
Weiterverarbeitung des Schreddermaterial zu hochwertigem Kompost für den Einsatz auf unseren betriebseigenen Flächen.